Warnung: Telefonabzocke Pflegeservice Smart

Pressemitteilung vom
Viele verunsicherte Verbraucher:innen melden sich aktuell bei der Verbraucherzentrale Bremen, weil sie eine Rechnung von der United Marketing AG zum „Pflegeservice Smart“ erhalten haben. Dem, angeblich telefonisch geschlossenen Vertrag, können Betroffene mit einem Musterschreiben widersprechen.
Seniorin telefoniert
  • Dreiste Abzockmasche übers Telefon von der United Swiss Marketing AG
  • Verbraucher:innen sollten die geforderte Servicegebühr in Höhe von 129,- Euro nicht zahlen
  • Betroffene, die in die Falle getappt sind, sollten nach dem Erhalt des ersten Anschreibens sofort den Vertrag mit „Pflegeservice Smart“ per E-Mail oder Einschreiben widerrufen
  • Musterschreiben kostenlos auf der Webseite der Verbraucherzentrale Bremen
Off

Viele verunsicherte Verbraucher:innen melden sich aktuell bei der Verbraucherzentrale Bremen, weil sie eine Rechnung von der United Marketing AG zum „Pflegeservice Smart“ erhalten haben. Dem, angeblich telefonisch geschlossenen Vertrag, können Betroffene mit einem Musterschreiben widersprechen.

Der „Pflegeservice Smart“ ruft unaufgefordert ältere Menschen an und bietet Unterstützung bei Pflegefragen an. Ein klarer Fall von Telefonabzocke, bei dem überwiegend ältere Menschen angesprochen werden, die sich oft nicht wehren können. „Immer wieder geraten Verbraucher:innen in das Visier von Unternehmen, die sie unaufgefordert anrufen und später von ihnen für angeblich geleistete Dienste oder eine telefonische Beratung Geld verlangen“, berichtet Nicole Bahn, Rechtsreferentin und Teamleiterin bei der Verbraucherzentrale Bremen. Aktuell fordert der „Pflegeservice Smart“ von Verbraucher:innen die Zahlung eines Betrages von 129,- Euro für eine telefonische Beratung rund um das Thema häusliche Pflege, Pflegestufen und die Beantragung von Leistungen aus der Pflegekasse. Fakt ist: Eine individuelle Beratung gab es eben so wenig wie eine ordnungsgemäße Belehrung über das den Verbraucher:innen zustehende Widerrufsrecht.

Tipps für Betroffene

„Wer aktuell Post von der United Swiss Marketing AG bekommt, sollte auf das Schreiben sofort reagieren und den Widerruf des angeblich telefonisch abgeschlossenen Vertrages erklären“, sagt Nicole Bahn. Vebraucher:innen sollten auf keinen Fall eine Zahlung veranlassen und sich dabei auch nicht davon einschüchtern lassen, dass ihr Telefonat mit dem „Pflegeservice Smart“ aufgenommen wurde. Die Telefonaufnahme reicht nicht aus, um damit eine ordnungsgemäße Information und Widerrufsbelehrung der Verbraucher:innen nachweisen zu können. Auch von der im ersten Mahnschreiben aufgebauten Drohkulisse – Einschaltung eines Inkassounternehmens – müssen Verbraucher:innen sich nicht einschüchtern lassen. Ohne ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung kann ein Vertrag noch zwölf Monate und 14 Tage nach dem Abschluss wirksam widerrufen werden.

Ein konkretes Musterschreiben zum Widerruf des ungewollten Vertrages mit der United Swiss Marketing AG finden Sie auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Bremen zum kostenlosen Download.

FAZIT
Verbraucher:innen sollten Forderungsschreiben, die sie erhalten, immer genauestens prüfen und nicht unüberlegt Zahlungen leisten. Grundsätzlich gilt: Allein durch die Erbringung einer unbestellten Leistung kommt kein wirksamer Zahlungsanspruch gegen Verbraucher:innen zustande. Wer weitere Tipps und Hilfe benötigt, kann sich an die Verbraucherzentrale Bremen wenden.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Gefördert durch:

Förderhinweis HB Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Nahaufnahme eines Smartphones, das in einer Hand gehalten wird und einen roten, absteigenden Graphen auf dem Bildschirm anzeigt. Im Hintergrund ist ein größerer Bildschirm mit einem ähnlichen Graphen zu sehen, der ebenfalls einen Abwärtstrend zeigt.

MSCI World im Minus – Was sollten Anleger:innen jetzt tun?

Der MSCI World Index hat im Februar und März an Wert verloren. Einige Anleger:innen sind verunsichert und fragen sich, ob sie ihre ETFs verkaufen oder die Schwankungen aussitzen sollten. Wir erklären die Hintergründe der Marktentwicklung und geben Handlungsempfehlungen.
Nahaufnahme eines Rezeptscheins vom Arzt, auf dem "Privat" als Krankenkasse eingetragen ist.

Beitragssteigerung bei privater Krankenversicherung: Was nun?

Viele privat Krankenversicherte waren in letzter Zeit von deutlichen Beitragserhöhungen betroffen. Wir zeigen Wege, wie Sie auf einen solchen Bescheid reagieren, wo Sie eventuell Geld sparen können und nennen die jeweiligen Vor- und Nachteile.
Sparschwein steht auf Münzen vor Notizblock und Taschenrechner

Musterfeststellungsklage gegen Sparkasse Märkisch-Oderland

Die Sparkasse Märkisch-Oderland hat vielen Prämiensparern nach Ansicht der Verbraucherzentrale jahrelang zu wenig Zinsen gezahlt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) klagt deshalb gegen die Sparkasse. Am 26. Februar 2025 urteilte das Brandenburgische Oberlandesgericht. Um höhere Nachzahlungen für die Betroffenen zu erwirken, geht der vzbv nun vor den Bundesgerichtshof (BGH).