Wie gut ist Weizen?

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Unser tägliches Brot und doch umstritten – der Weizen. Der Großteil getreidehaltiger Lebensmittel, von Keksen über Nudeln, Pizza bis hin zum Brot, ist aus Weizenmehl. Für die meisten ist das kein Problem. Was ist also dran an den Aussagen über Weizen als Krankmacher?
Wie gut ist Weizen?
  • Auch aufgrund seiner guten Backeigenschaften ist Weizen das wichtigste Getreide in Deutschland
  • Wer keine diagnostizierte Erkrankung hat, hat keine Vorteile durch den Verzicht auf Weizen. 
  • Vollkornbrot bietet für den Körper einige Vorzüge
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Weizen ist die bedeutendste Getreideart in Deutschland. Das ist nicht nur an den deutlich größeren Erntemengen im Vergleich zu anderen Getreidesorten erkennbar. Auch das Lieblingsbrot der Deutschen ist ein Mischbrot aus Weizen und Roggen. Zum Selberbacken ist Weizenmehl Typ 405 in der Küche häufig der Standard. „Das liegt daran, dass Weizenmehl besonders gute Backeigenschaften hat“, erklärt Annabel Dierks, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen. Im Vergleich zu Roggen oder Gerste geht es deutlich besser auf. Ist viel Roggenmehl im Teig, ist deshalb die Sauerteiggärung von Vorteil. Sonst wird das Brot sehr hart. Reines Gerstenmehl eignet sich ebenfalls nur für eher feste, flache Brote. 

Macht Weizen uns krank?

Wer nicht gerade unter Erkrankungen wie Zöliakie, Weizensensitivität oder Weizenallergie leidet, kann problemlos Weizen essen. Diese Erkrankungen sind eher selten. Reißerische Aussagen, dass „moderner Weizen“ schlechter als der „gute alte Weizen“ ist, können wissenschaftlich nicht bewiesen werden. Glutenfreie Produkte bieten daher für Menschen, die keine derartige Erkrankung haben, keinen Vorteil. „Wer wirklich auf Gluten verzichten möchte, sollte bedenken, dass Gluten auch in vielen anderen Produkten steckt. Dazu gehören beispielsweise verschiedene Wurstwaren, Bier, Knabberzeug und Ketchup“, so Annabel Dierks.

Was kann Weizen?

Weizen liefert uns neben B-Vitaminen auch eine gute Portion Mineralstoffe. „Greifen Sie, wenn möglich, immer zu Vollkornbrot“, rät Annabel Dierks. Neben höheren Mineralstoff- und Vitamingehalten unterstützt Vollkorngetreide die Darmbakterien. Denn die Vollkornvariante liefert wertvolle Ballaststoffe – die machen länger satt, unterstützen die Verdauung und haben positive Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel. Nicht jedes dunkle Brot mit Körnern ist ein Vollkornbrot. „Nur wenn „Vollkornbrot“ draufsteht, ist auch welches drin. Mehrkornbrot oder Dreikornbrot haben deutlich geringere Anteile an Vollkornmehl“, berichtet Annabel Dierks. Wer keine Körner im Brot haben möchte, kann auch feiner gemahlene Brotsorten oder Vollkorntoast wählen. 

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Gefördert von der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz.

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